Mikrobiom

Das übergeordnete Ziel des zweiten Arbeitsschwerpunktes im Projekt ist die Untersuchung des Zusammenhangs zwischen nosokomialen Infektionen sowie multiresistenten Erregern und dem Umgebungs- bzw. Patientenmikrobiom, den architektonischen Gegebenheiten im Krankenhaus und dem Reinigungsregime der Patientenzimmer. Der Lösungsweg umfasst dabei zunächst die Erarbeitung des Studienablaufs und des Studienprotokolls. Danach wird in einer Pilotstudie an einem beispielhaften Patientenzimmer das Studienprotokoll getestet und ggf. nachgebessert.

In einem nächsten Schritt erfolgt die Erhebung der Abstriche aus den Patientenzimmern, aus der Umgebung und den Patienten durch die Charité Berlin. Dies erfolgt nach Studienprotokoll zugeordnet in Ein- und Zweibettzimmern, Normal- und Intensivstationen sowie in Zimmern unterschiedlichen Reinigungsregimes (Schlussdesinfektion vs. Schlussreinigung). Die Abstriche werden weitergeleitet zum Kooperationspartner SEP zur Analyse des Mikrobioms. Von hier aus erfolgt die kontinuierliche Rückspiegelung der Daten, sodass eine kontinuierliche Qualitätsüberwachung, sowohl des Abstrichprotokolls, aber auch der Dateneingabe und –verarbeitung erfolgen kann.

In einem finalen Schritt werden die Daten validiert und nach Plausibilität überprüft. Dieser Schritt ist besonders sensibel und zeitaufwendig. Die Plausibilitätsanalyse erfolgt in enger Zusammenarbeit zwischen den Kooperationspartnern der Charité Berlin und Septomics. Danach werden CB und SEP in Kooperation die Daten auswerten und mathematisch-statistisch analysieren, sowie anschließend aus infektiologisch-hygienischer Sicht interpretieren und den Abschlussbericht erstellen.